Multiple Choice 01 (Anamnese) Multiple Choice 01 (Anamnese) Bitte kreuze an, wie du in jeder Situation richtig reagieren würdest. Es ist immer nur eine Antwort richtig. 1. Patient: „Wozu brauchen Sie so viele persönliche Daten vor mir?“ „Wir brauchen diese Daten, um Ihre Krankheitsgeschichte zu verstehen und um Sie genau zuordnen zu können. Das fällt natürlich alles unter den Datenschutz und wird streng vertraulich behandelt.“ „Wir brauchen das für unsere Unterlagen. Falls Sie aber keine persönlichen Angaben machen möchte, dann können wir Sie auch anonym behandeln.“ „Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Wenn Sie das nicht angeben wollen, dann können wir Sie leider nicht behandeln.“ „Das ist eine reine Formalität. Das muss jeder Patient so machen.“ None 2. Der Patient weicht vom Thema ab und erzählt ausführlich aus seinem Privatleben, ohne Bezug zu seinen aktuellen medizinischen Beschwerden. „Herr Müller, an dieser Stelle würde ich das Gespräch gerne abbrechen und mit den Untersuchungen beginnen.“ „Ok, Herr Müller. Ich würde mich gerne zuerst auf Ihre Beschwerden konzentrieren. Bitte beantworten Sie nur meine Fragen und am Ende können wir alles Weitere klären.“ „Das klingt alles sehr interessant, Herr Müller. Erzählen Sie weiter.“ „Herr Müller, bitte hören Sie auf, mir Ihre privaten Geschichten zu erzählen. Sie haben nichts mit Ihrem Krankheitsbild zu tun.“ None 3. Patient: „Die Intensität meiner Kopfschmerzen liegt bei 7 von 10.“ „Ok, alles klar. Das sind ja doch sehr starke Schmerzen. Möchten Sie jetzt ein Schmerzmittel dagegen oder können Sie es bis zum Ende des Gesprächs aushalten?“ „Ok, alles klar. Das klingt nach sehr starken Schmerzen. Ich würde sagen, wir machen jetzt erstmal das Gespräch zu Ende.“ „Ok, alles klar. Bei Migräne sind solche starken Schmerzen leider normal.“ „Ok, alles klar. Ich kann Ihnen leider noch kein Schmerzmittel anbieten, da ich noch nicht genau weiß, was Sie haben.“ None 4. Patient: „Wie lange dauern die Untersuchungen und wann darf ich nach Hause gehen?“ „Keine Sorge, Herr Müller, das geht superschnell. In wenigen Augenblicken können wir Sie wieder entlassen.“ „Das weiß ich nicht, Herr Müller.“ „Herr Müller, ich bitte Sie um etwas Geduld. Je nach Ergebnis können die Untersuchungen mehrere Stunden dauern. Aber Ihre Gesundheit geht jetzt erstmal vor, denn wir möchten Ihnen natürlich die beste Behandlung bieten.“ „Herr Müller, wir haben auch noch andere Patienten in diesem Krankenhaus, deshalb kann es leider ein paar Stunden dauern. Wenn Sie dringend nach Hause müssen, dann kommen Sie bitte zu einem anderen Zeitpunkt nochmal oder gehen in ein anderes Krankenhaus.“ None 5. Patient: „Ich rauche ca. eine Schachtel Zigaretten am Tag.“ „Alles klar, Herr Müller, genau wie ich! Rauchen Sie auch Marlboro?“ „Alles klar, Herr Müller, eine Packung pro Tag ist eigentlich in Ordnung. Aber bitte passen Sie auf, dass es nicht noch mehr wird. Wie Sie wissen, ist Rauchen ein Risikofaktor für viele Krankheiten.“ „Herr Müller, wie Sie wissen, ist Rauchen gesundheitsschädlich. Wenn Sie möchten, können wir nach dem Aufnahmegespräch noch ein bisschen genauer darüber sprechen, und dann kann ich Ihnen ein paar kostenlose Programme empfehlen. Ist das in Ordnung?“ „Herr Müller, wieso rauchen Sie weiter, obwohl Sie bereits eine schwere Lungenerkrankung haben? Das verstehe ich wirklich nicht. Bitte versuchen Sie, Ihren Konsum zu reduzieren.“ None 6. Der Patient redet zu schnell oder undeutlich. „Herr Müller, könnten Sie mir das bitte schriftlich aufschreiben? Ich habe Schwierigkeiten, Sie zu verstehen.“ „Herr Müller, könnten Sie das bitte nochmal etwas langsamer wiederholen? Ich muss mir nebenher noch Notizen machen.“ Ich mache einfach mit der nächsten Frage weiter und hoffe, dass ich den Patienten diesmal besser verstehe. Ich schweige und lasse mir nicht anmerken, dass ich nichts verstanden habe. None 7. Patient: „Die Intensität meiner Schulterschmerzen liegt bei 8 von 10.“ Schmerzmittel anbieten und nach Allergien gegen Medikamente fragen. Dem Patienten sagen, dass er die Schulterschmerzen bis zum Ende des Gesprächs aushalten muss. Dem Patienten sagen, dass er übertreibt. Mit dem Gespräch weitermachen. None 8. Patient: „Ich möchte vom Chefarzt behandelt werden. / Ich möchte mit dem Oberarzt sprechen.“ „Das verstehe ich gut. Wir arbeiten hier im Krankenhaus als Team. Die Anamnesegespräche führen in der Regel wir Assistenzärzte durch, und anschließend bespreche ich Ihren Fall selbstverständlich mit dem Oberarzt.“ „Warum wollen Sie unbedingt vom Chefarzt behandelt werden? Glauben Sie, wir machen Fehler?“ „Das kann ich verstehen. Ich frage gerne nach, ob der Chefarzt Zeit für ein Gespräch hat.“ None 9. Patient: „Warum dauert das so lange? / Können Sie bitte schneller machen?" „Ok, dann überspringen wir die Fragen einfach, Herr Müller. Kein Problem.“ „Ich verstehe Sie sehr gut, Herr Müller. Bitte haben Sie etwas Geduld. Wir müssen alle wichtigen Fragen stellen, um Ihnen am Ende die richtige Diagnose zu geben.“ „Sie haben absolut Recht, Herr Müller. Ich werde mich mit den Fragen etwas mehr beeilen.“ „Ich mache schon so schnell ich kann, Herr Müller. Wenn Sie es eilig haben, dann müssen Sie das Gespräch leider mit einem anderen Arzt durchführen.“ None 10. Patientin: „Ich trinke jeden Abend eine Flasche Sekt. Das hilft mir beim Schlafen.“ „Frau Müller, wie Sie wissen, ist hoher Alkoholkonsum gesundheitsschädlich und ein Risikofaktor für viele Krankheiten. Wenn Sie möchten, können wir nach dem Aufnahmegespräch noch ein bisschen genauer darüber sprechen, in Ordnung?“ „Frau Müller, das ist unverantwortlich von Ihnen und gefährdet Ihre Gesundheit. Sie müssen sofort aufhören, sonst nehmen die Risiken weiter zu. In Ihrem Alter ist das besonders gefährlich – so etwas sollte man wirklich vermeiden.“ „Oh je, Frau Müller, das ist aber viel! Wenn Sie mich fragen, klingt das nach einer Abhängigkeit. Soll ich Ihnen vielleicht etwas verschreiben, das den Entzug erleichtert?“ „Wenn Ihnen das beim Schlafen hilft, dann ist das natürlich in Ordnung, Frau Müller. Viele Patienten machen das so, und solange Sie sich sonst gesund fühlen, ist das kein großes Problem. Aber bitte seien Sie vorsichtig und übertreiben Sie es nicht.“ None Time's up